Ladenöffnung an Sonntagen bleibt Thema

Kirche und Gewerkschaften schöpfen im Kampf gegen die sonntägliche Ladenöffnung neue Hoffnung, – sie kommt aus Brüssel.

In Brüssel hat sich eine ”Allianz zum Schutz des Sonntags” gegründet, der auch Polens grösste Gewerkschaft Solidarnosc und die von kleinen Einzelhändlern getragene Polnische Handelskammer PIH angehören. Die Unterzeichner der Gründungserklärung, zu denen z. B. auch der in dieser Frage besonders engagierte deutsche Europaabgeordnete Klaus Mann gehört, wollen den Sonntag grundsätzlich arbeitsfrei halten und das europäische Recht vereinheitlichen.

Im Unterschied zu grossen EU-Ländern wie Deutschland oder Frankreich können in Polen Supermärkte und Einkaufszentren ihre Türen an Sonntagen weitgehend unbeschränkt offen halten. Die PiS-Regierung unter Jaroslaw Kaczynski hatte lediglich durchgesetzt, dass an Feiertag die Läden, in denen Arbeitnehmer beschäftigt sind, geschlossen bleiben müssen.

Die Regierung Tusk sieht in Sachen sonntäglicher Ladenöffnung keinen Problemlösungs-Bedarf. Die Medien unterstützten in dieser Frage praktisch einheitlich die grossen Einzelhandelskonzerne, die bekanntlich auch gute Anzeigenkunden sind. Den Bericht über die Gründung der “Allinaz zum Schutz des Sonntags” in Brüssel garnierte die Rzezcpospolita z. B. gleich mit Zahlen über drohende Arbeitsplatzverluste, falls die Ladenöffnung an Sonntag verboten werden sollte.

Quelle:www.infoseite-polen.de

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